Irma Charlotte Baer, geb. Baum

  • Geburtsdatum: 24.05.1882
  • Geburtsort: Elberfeld
  • Wohnort:

    Katernberger Straße 4, Gartenstraße 24

  • Todesdatum: nach 21.04.1942
  • Todesort: Ghetto Izbica oder Vernichtungslager Sobibór

Irma Charlotte Baum wurde am 24. Mai 1882 als Tochter von Emmanuel Baum und seiner zweiten Frau Josephine, geb. Weidner in Elberfeld geboren. Sie hatte zwei ältere Brüder aus der ersten Ehe des Vaters: Alfred, geboren 1873, und Max, geboren 1877, und eine jüngere Schwester: Ernestine, genannt Erna, 1890 geboren.

Verheiratet war Irma Baum mit einem Herrn Baer – eventuell mit Julius Baer (1870-1927), mit Siegmund oder Hugo Baer, von denen keine Lebensdaten bekannt sind.

Irma Baers Bruder Max Baum starb am 8. September 1940 an einer Blutvergiftung, weil er nicht rechtzeitig behandelt wurde, weil er jüdisch war. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof an der östlichen Mauer.

Im November 1941 musste sich Irma Baer von ihrer Schwester Erna verabschieden, die mit dem zweiten großen Tarnsport von Jüdinnen und Juden nach Minsk deportiert wurde und dort oder im Wald von Maly Trostenez erschossen wurde, was sie aber vermutlich nicht mehr erfahren hat.

Am 21. April 1942 wurde Irma Baer, wie auch ihre Nichte Irmgard, die genau zu diesem Zeitpunkt Geburtstag hatte und 23 Jahre alt wurde, vom Bahnhof Wuppertal Steinbeck über den Düsseldorfer Güterbahnhof De-rendorf in das ostpolnische Städtchen Izbica bei Lublin deportiert und kam entweder dort schon um oder wurde erst im nahe gelegenen Vernichtungslager Sobibór ermordet.

Irma Baer wurde 60 Jahre alt.