Jakob Lipszyc

  • Geburtsdatum: 15.04.1896
  • Geburtsort: Zdunska-Wola
  • Wohnort:

    Düppeler Straße 36

  • Todesdatum: 19.04.1942
  • Todesort: Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz

Über den familiären Hintergrund von Jakob Lipszyc ist fast nichts bekannt. Er wurde am 15. April 1896 in Zduńska Wola im damaligen Gouvernement Kalisz in Polen geboren. Er war Kaufmann und kam irgendwann in das Wuppertal. In Elberfeld wohnte er in der Düppeler Straße 36a, einem Hinterhaus.

Im Nachbarhaus, Nummer 34, lebte seine spätere Ehefrau, Jetty Redner, geboren am 5. Oktober 1898. Vielleicht lernten sie sich durch diese Nachbarschaft kennen. Ein verbindendes Element war vielleicht auch, dass ihre Familien beide ostjüdischer Herkunft waren: Jetty Redners Geburtsort Kniazdworze lag damals in der Ukraine nahe der polnischen Grenze.

Am 7. Mai 1923 heirateten die beiden auf dem Standesamt in Elberfeld. Eventuell war Moses Redner, der 33jährige Trauzeuge aus Lübeck, der Bruder der Braut.

Nach der Heirat zog das Ehepaar wohl direkt nach Hamburg, denn dort kam im Juli des gleichen Jahres der Sohn Harry zur Welt. Aber noch im gleichen Jahr wanderte die kleine Familie nach Frankreich aus und ließ sich in Paris nieder. Fünf Jahre später, im August 1928, wurde der zweite Sohn, Adolphe, geboren, vermutlich in Paris.

Nach der Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen wurde Jakob Lipszyc festgenommen und am 27. November 1941 in das Durchgangslager Drancy gebracht. Vier Monate später, im März 1942, deportierte man ihn nach Auschwitz, wo er am 19. April ermordet wurde.

Jakob Lipszyc starb vier Tage nach seinem 46. Geburtstag.

Seine Frau Jetty Lipszyc und die beiden Söhne Harry und Adolphe überlebten den Holocaust und blieben weiterhin in Paris.

Quellen


Stadtarchiv Wuppertal: Heiratsurkunde Elberfeld 666/1923, Akte für Wiedergutmachung 250 080