Hedwig Meier, geb. Ostwald
Über den Lebensweg von Hedwig Meier, geb. Ostwald, ist kaum etwas bekannt. Ihre Eltern waren der 1838 geborene Kaufmann Siegfried Ostwald und seine Frau Ida, geb. Cohen. Hedwig Ostwald hatte drei Geschwister: Martha, geboren am 28. Dezember 1875, Maximilian, auf den Tag genau zwei Jahre älter als sie, geboren am 19. Dezember 1876, und den jüngsten, Paul, geboren am 3. November 1882. Die Familie zog mehrmals um: Von der Neuenteicherstraße 104 (heute Neuenteich), die Deweerthstraße 120 in die Hofkamperstraße 7 (heute Hofkamp), wo Hedwig Ostwald geboren wurde. Später zog Familie Ostwald noch in die Platzhoffstraße 7 um, wo der Bruder Paul zur Welt kam.
Der Vater starb am 26. Juli 1898 und wurde noch auf dem alten jüdischen Friedhof an der Weißenburgstraße bestattet. Das Grab der Mutter scheint nicht mehr zu existieren.
Vermutlich verheiratete sich Hedwig Ostwald nach Hamburg. Sicher ist, dass sie, vermutlich schon verwitwet, zur Untermiete bei der Familie Fürst in der Isestraße 55 wohnte. Sicherlich auf Anordnung der nationalsozialistischen Behörden musste sie ihre Wohnung im Oktober 1941 verlassen und in die Grindelallee 134 umziehen.
Am 6. Dezember 1941 wurde Hedwig Meier von Hamburg in das Ghetto Riga deportiert und kam in das Außenlager Jungfernhof. Sie kehrte nicht wieder zurück.
Hedwig Meier war 63 Jahre alt, als man sie deportierte.
Quellen
Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 3548/1878 | https://www.stolpersteine-hamburg.de/?MAIN_ID=7&BIO_ID=1514 | Deportationsliste (Statistik des Holocaust: https://statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_411206.html, https://statistik-des-holocaust.de/OT411206-21.jpg)