Rosa Meyer, geb. Kolazki

  • Geburtsdatum: 17.01.1914
  • Geburtsort: Elberfeld (heute Wuppertal)
  • Wohnort:

    Kochsgasse 12

  • Todesdatum: nach 01.10.1944
  • Todesort: Konzentrationslager Stutthof

Über Rosa Meyer, geborene Kolazki, ist nicht viel bekannt. Sie wurde am 17. Januar 1914 in Elberfeld in der Kochsgasse 12 geboren. Ihre Eltern waren der Vertreter Selig Kolazki und seine Ehefrau Blanche, geborene Lassmann.

Rosa Kolazki hieß nach ihrer Eheschließung Rosa Meyer und wohnte mit ihrem Mann in Köln. Am 7. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto von Riga deportiert.

Die Historiker Alfred Gottwaldt und Diana Schulle beschreiben diesen Transport folgendermaßen:

Dieser Transport war ursprünglich für den 8. Dezember 1941 mit dem Zielort „Minsk“ geplant, wurde aber verschoben. Die Teilnehmer des dritten Kölner Transports – bis auf drei Personen ausschließlich Einwohner der Stadt Köln – hatten sich am Vortrag der Deportation in den Messehallen am Rheinufer einzufinden, bevor sie vom Bahnhof Deutz-Tief ihre Fahrt nach dem „Osten“ antraten. Sie waren die ersten deutschen Juden, die nach den Massakern an den mehr als 25.000 lettischen Juden direkt ins Ghetto von Riga gelangten. Deshalb übernahmen viele Kölner wichtige Funktionen in der „Ghettoverwaltung“. Am dritten Tag nach der Ankunft wurden die männlichen Jugendlichen bereits nach Saraspils gebracht. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 40 Jahre, darunter befanden sich 64 Kinder bis zum zehnten Lebensjahr. Aus dem ganzen Transport sind 87 Überlebende bekannt.

Wie durch ein Wunder überstand Rosa Meyer die erste Zeit im Ghetto von Riga und wurde erst später, am 1. Oktober 1944, in das Konzentrationslager Stutthof bei Danzig überstellt, wo sie umkam.

Sie war 30 Jahre alt.

Quellen


Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 205/1914 | Gottwaldt, Alfred/ Schulle, Diana: Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945, Wiesbaden 2005, S. 126