Selma Leyser, geb. Falkenheim

  • Geburtsdatum: 01.09.1883
  • Geburtsort: Elberfeld (heute Wuppertal)
  • Wohnort:

    Herzogstraße 4, Herzogstraße 10, Walther-Rathenau-Straße 8 (heute Neumarktstraße)

  • Todesdatum: 00.05.1942
  • Todesort: Vernichtungsstätte Chełmno

Selma Falkenheim wurde am 1. September 1883 geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Leopold Falkenheim und seine zwei Jahre ältere Frau Amalie Buchthal. Die Familie lebte in der Herzogstraße 10. Selma Falkenheims Mutter Amalie starb, als sie erst zwei Jahre alt war, so dass Leopold Falkenheim sich vermutlich sehr bald nach einer Mutter für sein Kind umsah. Er heiratete die vierzehn Jahre jüngere Selma, deren Mädchenname leider nicht bekannt ist – ein Grabstein existiert nicht mehr, und so ist nicht klar, wie sie zuvor geheißen hatte.

Ihre Stiefmutter Selma bekam nun noch zwei Söhne: Berthold, geboren am 13. September 1895 und damit zwölf Jahre jünger als die Schwester Selma, und Bruno, dessen Lebensdaten nicht bekannt sind. Mittlerweile lebte die Familie in der Kaiserstraße 8. Diese wurde nach dem Mord an Walther-Rathenau nach diesem unbenannt. Als die Nationalsozialisten an die Regierung kamen, wurde die Straße in „Hermann-Göring-Straße“ umbenannt und nach dem Ende der NS-Herrschaft in die heutige Neumarktstraße.

Verheiratet war Selma Falkenheim möglicherweise mit Josef Leyser. Im Kölner Adressbuch von 1938 wird sie bereits als Witwe bezeichnet, wohnhaft in Köln Sülz in der Luxemburger Straße 154. Auf der Deportationsliste mit den Namen der Jüdinnen und Juden aus Köln ist sie ebenfalls als Witwe bezeichnet, und es wurde vermerkt, dass sie zuvor 100,00 Reichsmark entrichtet hatte.

Am Mittwoch, den 22. Oktober 1941, wurde Selma Leyser von Köln in das Ghetto von Łódź deportiert. Im Mai 1942 brachte man sie in die Vernichtungsstätte Chełmno, wo sie sofort getötet wurde.

Sie wurde 59 Jahre alt.

Quellen


Stadtarchiv Wuppertal: Akten für Wiedergutmachung 250992