Max Abraham Löwenthal

  • Geburtsdatum: 13.05.1900
  • Geburtsort: Ronsdorf (heute Wuppertal)
  • Beruf: Kaufmann
  • Wohnort:

    Deutschherrnstraße 19 (heute Elias-Eller-Straße)

  • Todesdatum: 05.10.1942
  • Todesort: Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz

Max Abraham Löwenthal kam am 13. Mai 1900 als jüngstes von sieben Kindern des Kaufmanns Moses Löwenthal und seiner Frau Jeanette, geb. Reichmann, in Ronsdorf zur Welt. Seine Geschwister waren die acht Jahre ältere Selma, Elfriede, sechs Jahre älter, Fritz, fünf Jahre, Anna vier Jahre älter und schließlich Adolf. Dieser wird mit einem Abstand von nur zwei Jahren wohl der brüderliche Spielgefährte in der Kinderzeit gewesen sein. Adolf Löwenthal war ein Zwilling, doch seine Schwester Adele war noch am Tag der Geburt gestorben.

Die Familie besaß in der Elias-Eller-Straße 19 ein Manufaktur- und Bettwarengeschäft und gehörte zu den angesehensten Familien der Stadt. Sie war orthodox und hielt die religiösen Regeln möglichst genau ein. Zu diesem Zweck hatten sie in ihrem Haus auch eine kleine Privatsynagoge, damit sie den weiten Weg nach Elberfeld in die große Synagoge nicht machen mussten. Auch einen privaten Familienfriedhof gab (und gibt) es an der Grenze zur Lüttringhausen.

Eventuell wohnte Max Abraham Löwenthal auch eine Weile in Bad Kissingen, aber belegt ist das nicht. Der einzige Hinweis dafür findet sich im Gedenkbuch des Bundesarchivs Koblenz. Möglicherweise gab es eine Verbindung zu Bad Kissingen über Max Abrahams Bruder Fritz, der 1931 die aus Bad Kissingen stammende Flora Grünebaum geheiratet hatte.

Im Januar 1939, nach der Erfahrung der traumatischen gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Juden im November 1938, emigrierte Max Löwenthal mit seiner Frau in die Niederlande. Doch nach der Besetzung des Landes im Mai 1940 gerieten sie auch dort in Gefahr. Vermutlich konnten sie noch eine Weile im Untergrund leben, aber irgendwann wurden auch sie entdeckt oder verraten und in das Durchgangslager Westerbork verbracht.

Am 25. September 1942 wurden sie von dort in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Als offizielles Todesdatum für Max Abraham gibt das Bundesarchiv Koblenz den 5. Oktober 1942 an (in den Unterlagen der Alten Synagoge Wuppertal existiert ein späteres Datum, der 31. Januar 1943), für seine Ehefrau Ida den 28. September 1942.

Max Löwenthal war 43 Jahre alt, als man ihn ermordete.

Auch Max Löwenthals Vater Moses, seine Schwester Selma und sein Bruder Fritz kamen im Holocaust um. Die Geschwister Adolf und Elfriede konnten noch rechtzeitig in die Vereinigten Staaten emigrieren.

Quellen


Gedenkbuch Bad Kissingen: https://www.biografisches-gedenkbuch-bk.de/datenbank/38559.Datenbank.html?detID=423&page_biografischeshandbuch=20