Margarete Frank, geb. Dahl
Margarete Dahl wurde am 28. Mai 1917 in Tübingen geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Hugo Dahl, geboren am 16. Januar 1887 in Hünshoven, und dessen Ehefrau Marta (Martha), geb. Weil, geboren am 16. August 1892 in Ellwangen. Zwei Jahre später, am 2. Mai 1919, wurde Margarte Dahls Bruder Werner geboren.
Bis März 1924 lebte Margarete Dahl mit ihrer Familie in der Nauklerstraße 31 in Tübingen. Dann zog die Familie nach Elberfeld wo sie zunächst in der Katernberger Straße 2 und ab August 1932 in der Bayreuther Straße 63 wohnte.
Im Zuge der antijüdischen Gewaltaktionen im November 1938 wurden Margarete Dahls Vater und Bruder am 11. November 1938 verhaftet und als „Schutzhaftgefangene“ ins Untersuchungs- und Gerichtsgefängnis Wuppertal eingeliefert. Danach wurden sie in das Konzentrationslager Dachau deportiert.
Die Familie beschloss nun, aus Deutschland zu emigrieren, und zwar nach Belgien oder in die Niederlande. Margarete Dahl ging nach Groningen in Holland. Hier heiratete sie am 25. August 1942 den zehn Jahre älteren Duisburger Hans Frank, geboren 1907.
Keine zwei Monate später aber, am 4. Oktober 1942, wurde das junge Ehepaar verhaftet und in das Sammellager Westerbork verbracht, von wo beide in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Margarte Frank kam dort am 19. Februar 1943 um. Sie wurde 26 Jahre alt.
Das genaue Todesdatum ihres Mannes ist nicht bekannt.
Ihr Bruder Werner Dahl war schon im September 1942, ebenfalls in Auschwitz, ermordet worden. Ihr Vater Karl Hugo Dahl starb im Juni 1944 im jüdischen Krankenhaus in Brüssel an einer Kehlkopfoperation.
Nur ihre Mutter überlebte den Holocaust und heiratete später Constantin van Schepdael.
Quellen
https://tuenews.de/dahl-werner/ | https://www.openarchieven.nl/gra:5f79a75e-9c01-98df-0ecc-0144b1d33dda | Stadtarchiv Wuppertal: Akten für Wiedergutmachung 617640