Max Meir Adler
Max Meier (Meir) Adler wurde 1884 oder 1885 in Łódź in Polen geboren. Er kam 1911 von Polen in den Westen. Vermutlich hatte er seine Frau Regina Rifka Daniel schon in Polen kennengelernt und geheiratet, denn sie war 1887 in Koźminek geboren worden. In Zell jedenfalls wurde am 18. Juli 1911 seine Tochter Adele geboren.
In Zell lebten einst relativ viele Juden mit dem Nachnamen Adler, unter anderen Johanna Adler (*1869), Sibilla Adler, geb. Salomon (*1870), Gertrud Adler (*1901), Else Adler (*1903) und Kurt Adler (*1910). Wie die verwandtschaftlichen Zusammenhänge waren, ist indes unklar. Auch im Wuppertal lebten viele Mitglieder der zahlreichen Familie Adler, und auch hier sind die verwandtschaftlichen Zusammenhänge nicht immer klar.
Kurz nach der Geburt der Tochter zogen die Eltern mit ihr ins Wuppertal, denn dort, in Elberfeld, wurde 1914 Max Meier Adlers Sohn Felix geboren und weitere fünf Jahre später die Jüngste, Edith. Im Adressbuch von 1930 ist die Adresse der Familie mit Hochstraße 34 angegeben. Max Meier Adler betrieb ein Teilzahlungsgeschäft.
Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme, im Juni 1933, zog Max Meier Adler mit seiner Frau und seinen Töchtern Adele und Edith nach Polen – ein starker Hinweis darauf, dass sie noch Verwandte in Polen hatten. In Polen ließen sie sich in der Stadt Kalisz (Kalisch) nieder. Max Meier Adlers Sohn Felix, mittlerweile 19 Jahre alt, emigrierte im September 1933 nach Palästina.
Nach der Besetzung Polens durch die Deutsche Wehrmacht im September 1939 wurden Max Meier Adler mit seiner Frau und seinen Töchtern Adele und Edith in das Ghetto von Łódź deportiert.
Was dann mit ihnen geschah, ist bisher urkundlich nicht belegt.
Max Meier Adler wurde höchstens 61 Jahre alt.
Sein Sohn Felix Adler hatte in Elberfeld als Filmvorführer in einem Kino gearbeitet, bis dieses „arisiert“ wurde. Nach seiner Emigration nach Palästina im September 1933 gründete er eine Familie – 1946 wurde der Sohn Joab geboren, 1951 die Tochter Jehudith.
Quellen
Stadtarchiv Wuppertal: Akten für Wiedergutmachung 250656