Gerd Alexander Feldheim

  • Geburtsdatum: 21.09.1906
  • Geburtsort: Barmen (heute Wuppertal)
  • Beruf: Handelsvertreter
  • Wohnort:

    Bredder Straße 19 (heute Bredde), Südstraße 10 (heute Germanenstraße), Beethovenallee 14 (heute Richard-Strauss-Allee)

  • Todesdatum: 00.00.1943
  • Todesort: ein Konzentrationslager in Frankreich

Gerd Alexander Feldheim wurde als zweites von drei Kindern der Eheleute David Richard Feldheim und seiner Frau Ella, geb. Pappenheim, in Barmen in der Bredder Straße 19 (heute Bredde) geboren. Seine ältere Schwester war Irma, geboren 1904, und seine jüngere Schwester Ilse, geboren 1908. Die Familie wohnte später in Barmen in der Beethovenallee 14 (heute Richard-Strauss-Allee). Gerd Alexander Feldheims Vater führte dort die Firma „A.&.L. Feldheim“ und die Firma „Barmer Metallwerk GmbH“.

Gerd Alexander Feldheim besuchte das Städtischen Gymnasium Barmen (heute Gymnasium Sedanstraße) und machte vermutlich im Jahr 1921 oder 1922 sein Abitur. Danach schloss sich eine Ausbildung zum Kaufmann an, denn er arbeitete später als Handelsvertreter für die Barmer Firma Vorwerk.

Die Eltern Ella und Richard Feldheim zogen später nach Chemnitz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gerieten auch die Feldheims in Bedrängnis. Seinen Schwestern Irma und Ilse gelang es, rechtzeitig zu emigrieren.

Am 23. Januar 1934 heiratete Gerd Alexander Feldheim in Barmen die drei Jahre jüngere Nichtjüdin Herta Schatz. Diese Ehe wurde von den Nationalsozialisten missbilligt, und so wurde Gerd Alexander Feldheim wegen der Verdächtigung, er habe sich der „Rassenschande“ schuldig gemacht, schon im August 1935 festgenommen und verhört. Da die Eheschließung aber vor dem 15. September 1935, dem Datum der Verkündung der so genannten „Nürnberger Gesetze“, geschlossen worden war, konnte man ihn nicht weiter belangen.

Aus welchem Grund das Paar sich am 5. Juni 1939 vor dem Landgericht Wuppertal dann scheiden ließ, ist nicht klar. Möglicherweise war die Ehe gescheitert, aber vielleicht war auch der Druck auf die „arische“ Ehefrau zu groß geworden, so dass sie sich von der „Belastung“ eines jüdischen Ehemanns befreien wollte, zumal dieser seit 1936 nicht mehr in Deutschland lebte, sondern nach Belgien emigriert war. Wann er von dort nach Paris weiterzog, ist nicht bekannt.

Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wurde Gerd Alexander Feldheim verhaftet und an die französischen Behörden übergeben, die ihn in eins ihrer Lager im Süden des Landes einwiesen, vermutlich in St. Cyprien, vielleicht in Gurs. Hier verliert sich seine Spur.

1943, im vermutlichen Jahr seines Todes, war Gerd Alexander Feldheim 37 Jahre alt.

Quellen


Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Barmen 3396/1906