Oscar Mansbacher

  • Geburtsdatum: 30.03.1884
  • Geburtsort: Elberfeld (heute Wuppertal)
  • Wohnort:

    Thomashof 9 (heute Teil der Wesendonkstraße)

  • Todesdatum: unbekannt
  • Todesort: verm. Ghetto Łódź

Oscar Mansbacher wurde am 30. März 1884 als eines von vier Kindern des Rohproduktenhändlers Jacob Mansbacher in Elberfeld geboren. Seine Mutter war Therese, geb. Kahn, geboren 1846.

Oscar Mansbacher hatte noch zwei ältere Brüder: Salomon, geboren am 20. Juni 1878 und Hermann, geboren am 27. August 1879. Am 16. April 1887 wurde noch eine Schwester geboren: Ida. Die Familie wohnte am Thomashof 9 (heute ein Teil der jetzigen Wesendonkstraße).

Die Mutter starb am 23. April 1893 – Oscar Mansbacher war erst neun Jahre alt. Das Grab der Mutter befindet sich auf dem alten jüdischen Friedhof an der Weißenburgstraße. Als sein Vater am 7. Februar 1910 starb, bestatteten ihn seine Kinder auf dem neuen jüdischen Friedhof am Weinberg auf Feld C/ II.

Sonst ist über diese Familie nichts bekannt.

Oscar Mansbacher zog irgendwann nach Frankfurt um. Er muss während des Novemberpogroms 1938 dort inhaftiert worden sein und kam dann in das Konzentrationslager Buchenwald, denn von Ende November datieren erhaltene Inhaftierungsdokumente. Wann er entlassen wurde, ist bisher nicht bekannt.

Am 20. Oktober 1941 wurde Oscar Mansbacher von Frankfurt in das Ghetto von Łódź deportiert. Im selben Transport befand sich auch seine Ehefrau, Minna Mansbacher, geb. Weinberg, geboren am 31. Juli 1890.

Oscar Mansbacher kehrte nie wieder zurück. Er war 57 Jahre alt, als man ihn deportierte.

Quellen


Deportationsliste (Statistik des Holocaust: https://statistik-des-holocaust.de/list_ger_hhn_411019.html, https://statistik-des-holocaust.de/OT411019-36.jpg) | Inhaftierungsdokumente Buchenwald: Arolsen Archives (DocID 5278176, DocID 6564378, DocID 6564379) | Personenerfassungsdokument: Arolsen Archives (DocID 70359273) | Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 1058/1884