Olga Oberländer, geb. Schüler
Olga Schüler wurde am 26. Juli 1887 als Tochter des Prokuristen Maximilian Moritz Schüler und seiner Frau Anna, geb. Philipp, in Elberfeld geboren. Ihr Vater war der zweitälteste Bruder der später berühmten Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945), aber im Jahr 1887, als Olga geboren wurde, war Else noch „die kleine Schwester“ des Vaters. Die Familie wohnte in der Briller Straße 48. 1895 wurde in Köln, der Heimatstadt von Olgas Mutter Anna Schüler, noch ein Junge geboren, den die Eltern nach Moritz Schülers früh verstorbenem Bruder „Paul“ nannten.
Die Familie lebte vermutlich in Godesberg, wo Olga Schülers Vater Maximilian Moritz am 31. Januar 1907 mit 48 Jahren starb. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Deutz.
Olga Schüler war in erster Ehe verheiratet mit dem Juristen Dr. Ernst Oberländer. Nach ihrer Scheidung heiratete sie Otto Köhrmann, mit dem sie drei Kinder bekam: Ilse, Liselotte und, am 18.2.1916, Klaus. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie in Düsseldorf, später zog sie dann nach Köln.
In der immer bedrohlicheren Zeit der Verfolgung rückten die FamilienMitglieder vermutlich enger zusammen, doch nach und nach mussten sie Abschied voneinander nehmen.
Olga Oberländers Mutter Anna Schüler wurde am 16. Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort am 7. Dezember 1942.
Ihre Tante Wilhelmine Frank wurde wenige Wochen danach, am 27. Juli 1942 mit dem zweiten Theresienstadt-Transport nach Theresienstadt deportiert. Sie kam dort am 26. August 1942 um.
Ihr Onkel Dr. Fritz Frank war am 24. Juni 1942 im Sammellager „Fort V“ in Köln-Müngersdorf umgekommen.
Sie selbst wurde am 15. Juli 1942 von Köln aus in das Ghetto Izbica deportiert und vermutlich am 17. Juli 1942 im Vernichtungslager Majdanek ermordet.
Sie war 55 Jahre alt.
Ihr erster Mann Dr. Ernst Oberländer wurde, wie sie, im Juli 1942 im Vernichtungslager Majdanek getötet.
Quellen
https://www.geni.com/people/Olga-Oberländer/6000000087187840850