Regina Rifka Adler, geb. Daniel
Regina Rifka Daniel wurde 1887 in Koźminek in Polen geboren. Wer ihre Eltern waren und ob sie Geschwister hatte, ist nicht bekannt. Vermutlich um die Jahrhundertwende zog sie mit ihrem Mann Max Meier Adler in den Westen in die Moselstadt Zell. Anzunehmen ist, dass sich die beiden schon in Polen kennengelernt und geheiratet hatten. In Zell jedenfalls wurde am 18. Juli 1911 Regina Rifka Adlers Tochter Adele geboren.
In Zell lebten einst relativ viele Juden mit dem Nachnamen Adler, unter anderen Johanna Adler (*1869), Sibilla Adler, geb. Salomon (*1870), Gertrud Adler (*1901), Else Adler (*1903) und Kurt Adler (*1910). Wie die verwandtschaftlichen Zusammenhänge waren, ist indes unklar. Auch im Wuppertal lebten viele Mitglieder der zahlreichen Familie Adler, und auch hier sind die verwandtschaftlichen Zusammenhänge nicht immer klar.
Kurz nach der Geburt der Tochter zogen die Eltern mit ihr ins Wuppertal. Dort, in Elberfeld, wurde 1914 Regina Rifka Adlers Sohn Felix geboren und weitere fünf Jahre später die Jüngste, Edith. Die Familie wohnte zunächst in der Friedrichschulstraße 6, zog 1914 in die Ludwigstraße 15 um und 1919 in den Hombüchel 15a. Im Adressbuch von 1930 ist die Adresse der Familie mit Hochstraße 34 angegeben. Regina Rifka Adlers Mann Max betrieb ein Teilzahlungsgeschäft.
Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme, im Juni 1933, zog Regina Rifka Adler mit ihrem Mann und ihren Töchtern Adele und Edith nach Polen – ein starker Hinweis darauf, dass sie noch Verwandte in Polen hatten. In Polen ließen sie sich in der Stadt Kalisz (Kalisch) nieder. Regina Rifka Adlers Sohn Felix, mittlerweile 19 Jahre alt, emigrierte im September 1933 nach Palästina.
Nach der Besetzung Polens durch die Deutsche Wehrmacht im September 1939 wurden Max Meier Adler mit seiner Frau und seinen Töchtern Adele und Edith in das Ghetto von Łódź deportiert
Was dann mit ihnen geschah, ist bisher urkundlich nicht belegt.
Regina Rifka Adler wurde höchstens 58 Jahre alt.
Ihr Sohn Felix Adler hatte in Elberfeld als Filmvorführer in einem Kino gearbeitet, bis dieses „arisiert“ wurde. Nach seiner Emigration im September 1933 nach Palästina gründete er eine Familie – 1946 wurde der Sohn Joab geboren, 1951 die Tochter Jehudith.
Quellen
Stadtarchiv Wuppertal: Akten für Wiedergutmachung 250416, 250417, 250419, 250654, 250655