Salomon Dollmann
Salomon Dollmann wurde am 13. März 1885 in Elberfeld in der Paradestraße 60 geboren. Seine Eltern waren der Schneider Jacob Dollmann und seine Frau Johanna, geborene Simon. Sein älterer Bruder Emil wurde 1876 in Köln geboren, wo möglicherweise auch die Schwester Sophie 1882 zur Welt kam. Danach zog die Familie nach Elberfeld. Dort wurde auch im Haus Paradestraße 60 im Jahr 1886 die Schwester Mathilde und zwei Jahre später, dann aber in der neuen Wohnung in der Gesundheitstraße 29, der Bruder Siegmund geboren. Später zog die Familie nach Worms, wo 1893 der Bruder Moritz zur Welt kam. Fünf Jahre später wurde in Mannheim noch die kleine Schwester Rosa geboren.
Der Vater von Salomon Dollmann war, laut Adressbuch von 1888/89, ein Schneidermeister mit Wohnung und Werkstatt an der Gesundheitstraße 29c. Vermutlich war die Familie aus Osteuropa zugewandert.
Wann Salomon Dollmann ins bayerische Ichenhausen zog, ist nicht bekannt. Dort befinden sich auf dem Denkmal für die Ichenhausener Opfer des Nationalsozialismus vier Namen seiner Familie:
Salamon Dollmann, geboren am 13. März 1885
Martha Dollmann, geb. Falk, geboren am 2. August 1889
Liese Dollmann, geboren am 23. Oktober 1922
Ilse Dollmann, geboren am 18. Juni 1925
Salomon Dollmann wurde mit seiner Frau Martha und den beiden Töchtern Liese und Ilse am 4. April 1942 in das Ghetto von Piaski deportiert worden. Niemand von ihnen hat überlebt.
Salomon Dollmann war bei seiner Deportation 57 Jahre alt.
Auch seine Schwester Mathilde, verheiratete Paim, wurde ein Opfer des Holocaust.
Quellen
Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 887/1885 | https://ofb.genealogy.net/famreport.php?ofb=juden_nw&ID=I162707&lang=de | https://www.bavarikon.de/object/bav:JMA-OBJ-00000BAV80060945?lang=de | https://www.bavarikon.de/object/bav:JMA-OBJ-00000BAV80060825?lang=de | https://www.bavarikon.de/object/bav:JMA-OBJ-0000000000005738?lang=de