Max Michowski

  • Geburtsdatum: 01.01.1916
  • Geburtsort: Łódź
  • Beruf: Metzger
  • Wohnort:

    Friedrichschulstraße 21, Friedrichschulstraße 3, Albrechtstraße

  • Todesdatum: unbekannt
  • Todesort: Polen

Max Michowski wurde am 1. Januar 1916 als ältestes von drei Kindern des Kaufmanns Bernhard Michowski in Lódź geboren. Sein Vater war der Kaufmann Bernhard Michowski, der 1887 in Łódź geboren worden war und 1918 nach Elberfeld ging.

Hier lebte Max Michowski mit seinen Eltern Bernhard Michowski und Anna, geb. Weintraub und seinen Geschwistern Josef, geboren 1919, und Judith Lena, geboren 1920, in der Friedrichschulstraße 21. Das Adressbuch Elberfeld von 1925 verzeichnet seinen Vater als Rohproduktenhändler und im Besitz eines Telefons. In der Neuen Friedrichstraße besuchte Max Michowski die Mittelschule.

Am 6. Mai 1928 starb Max Michowskis Mutter Anna im Alter von nur 36 Jahren. Ihr Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof am Weinberg auf Feld H/II. Er war zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt, seine Geschwister neun und acht.

Möglicherweise heiratete sein Vater bald wieder, um eine Mutter für seine kleinen Kinder zu haben. Ein Hinweis darauf gibt ein Kindergrab auf dem jüdischen Friedhof: Dort ist ein namenloses Kind „Michowski“ am 26. Januar 1930 bestattet worden, das am Tag seiner Geburt gestorben ist.

1932 beendete Max Michowski mit 16 Jahren die Schule und begann in Frankfurt am Main in der Metzgerei Salomon eine Ausbildung zum Metzger. Die konnte er erfolgreich abschließen und dann als Geselle in diesem Geschäft arbeiten.

Zu Hause in Elberfeld musste sein Vater sein Geschäft Ende 1934 wegen einer schweren Erkrankung aufgeben. Zwei Jahre dauerte es, bis er wieder hergestellt war. Danach sah er keine Möglichkeit mehr, wieder geschäftlich Fuß zu fassen, zumal der Boykott jüdischer Unternehmer zunehmend verschärft worden war.

Am Freitag, den 28. Oktober 1938, betraf die ganze Familie ein großes Unglück: Wie rund 17.000 weiteren Juden und Jüdinnen polnischer Staatsangehörigkeit wurden auch sie verhaftet, um an die deutsch-polnische Grenze abgeschoben zu werden. Die polnische Regierung hatte der deutschen das Ultimatum gestellt, allen polnischen Juden die Staatsangehörigkeit zu entziehen, die seit mehr als fünf Jahren nicht mehr in Polen lebten. Um zu vermeiden, dass diese Personen staatenlos würden, verhaftete die Polizei alle Betreffenden und schob sie in großen Transporten nach Zbąszyń (Bentschen) ab.

Auch Max Michowski in Frankfurt, seine Geschwister und der Vater in Elberfeld waren von dieser Aktion betroffen. Nur Josef gelang irgendwie die Flucht aus Polen. Er entkam in die USA, wo er vermutlich im Januar 2017 gestorben ist.

Max Michwoski war 19 Jahre alt, als man ihn aus Deutschland deportierte.

Quellen


Stadtarchiv Wuppertal: Akten für Wiedergutmachung 246486a, 76656, 246 487a | Archiv Begegnungsstätte Alte Synagoge: Sammlung Föhse | Gedenkblatt Yad Vashem