Henriette Rindskopf, geb. Dreyer

  • Geburtsdatum: 05.02.1862
  • Geburtsort: Wiedenbrück (heute Rheda-Wiedenbrück)
  • Wohnort:

    Wotanstraße 7, Jaegerstraße 5

  • Todesdatum: 14.10.1942
  • Todesort: Ghetto Theresienstadt

Henriette Dreyer wurde am 5. Februar 1862 in der damals noch selbständigen Stadt Wiedenbrück geboren. Über ihre Familie, Kindheit, Schulzeit und Jugend ist nichts bekannt. Verheiratet war sie mit Leo Rindskopf, mit dem sie im Elberfelder Zooviertel in der Wotanstraße 7 wohnte. Leo Rindskopf war Teilhaber der Firma „Stiel & Rindskopf“ in der Bleichstraße 7 gewesen, bevor er in den Ruhestand trat. Die Bleichstraße ist heute ein Teil der Bundesallee.

Das Ehepaar hatte vermutlich keine Kinder.

Am 30. Januar 1930 starb Leo Rindskopf und wurde auf dem jüdischen Friedhof am Weinberg auf Feld H/VII bestattet. Die Witwe, nun 68 Jahre alt, zog in eine vermutlich kleine Wohnung im Viertel um, in die Jaegerstraße 5.

Als 1935 das antijüdische „Boykottheft“ erschien, war darin auch der Name von Henriette „Rindkopf“, mit Adresse, aufgeführt, obwohl sie schon längst kein Gewerbe mehr betrieb.

Im Adressbuch Elberfeld von 1940/41 ist ihr Name nicht mehr zu finden; sie war nach Köln umgezogen. Von hier aus wurde sie am 15. Juni 1942 in das Ghetto von Theresienstadt deportiert, wo sie am 14. 10 1942 im damals hohen Alter von 80 Jahren gestorben ist.

Quellen


Arolsen Archives: Theresienstadt-Kartei (DocID 5113871) | https://www.geni.com/people/Henriette-Henny-Rindskopf/6000000077624004218