Margarethe Weber, geb. Hamm
Margarete Hamm wurde als fünftes Kind der Eheleute Friedrich und Friederike Hamm, geb. Weinberg, am 9. Dezember 1895 in Elberfeld geboren. Ihre älteren Geschwister waren Ida, geboren 1879 in Wattenscheid, Albert, geboren 1880, Ernst, geboren 1883 in Rheydt und Paul, geboren 1888 ebenfalls in Rheydt.
In Elberfeld führten die Hamms am Wall 34 ein Bekleidungsgeschäft, „Friedrich Hamm & Co.“. An dieser Adresse blieb Friederike Hamm auch wohnen, nachdem ihr Vater Friedrich am 21. März 1913 gestorben war. Sein Grab ist auf dem jüdischen Friedhof am Weinberg, Feld C/ VIII.
Die Hamms waren respektierte Bürger der Stadt Elberfeld, was sich unter anderem in einem Dankesbrief ausdrückt, den Oberbürgermeister Kirschbaum am 5. August 1919 an den ältesten Sohn Albert geschrieben hat. Darin heißt es: Für die wertvollen Dienste, die Sie unserer Stadt in schweren Jahren als Mitglied der Bürgerwehr geleistet haben, spreche ich Ihnen namens der Stadt und Polizeiverwaltung den verbindlichsten Dank aus. Die Familie rahmte das Schreiben und bewahrte es stolz auf.
Verheiratet war Margarete Hamm mit einem nicht näher bekannten Herrn Weber und lebte mit ihm in Köln. Um sich vor der nationalsozialistischen Verfolgung zu retten, emigrierte sie von dort aus nach Belgien, wo sie aber nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Mai 1940 irgendwann später verhaftet und zuletzt in das Sammellager Drancy verbracht worden war. Von dort wurde sie am 7. März 1944 mit dem Convoi Nr. 69 in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und vermutlich sehr bald ermordet. Sie war 49 Jahre alt.
Auch ihre Mutter und zwei ihrer vier Geschwister wurden Opfer des Holocaust.
Quellen
Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 4370/1895