Käthe Wolf, geb. Berlin
Käthe Berlin wurde am 3. Januar 1908 in Barmen geboren. Ihr Vater war der Kaufmann Maximilian Moshe Berlin, ihre Mutter seine Frau Selma Zipora, geb. Herzberg. Die Familie wohnte wohl zuerst im Haus Allee 150 (heute Friedrich-Engels-Allee), wo sich auch das väterliche Kontor befand. Später zog sie um in die Wichlinghauser Straße 99. Eventuell war Kurt Menachem Berlin Käthes Bruder.
Nach der Schule erlernte Käthe Berlin den Beruf der Krankenschwester. 1932 heiratete sie den Augenarzt Alfred Wolf aus Holten, heute ein Stadtteil von Oberhausen, geboren am 24. März 1899. Mit ihm zog sie nach Duisburg-Hamborn, wo sie in der Junkernstraße 2 wohnten.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde die Berufsausübung für jüdische Ärzte unmöglich gemacht. Die Wolfs verloren ihre Praxis und damit auch ihr Einkommen. Noch 1940 stellten sie einen Ausreiseantrag, aber vergeblich: Mit dem zweiten Theresienstadt-Transport aus Düsseldorf wurden auch Käthe und Alfred Wolf zunächst von Duisburg nach Düsseldorf transportiert, von wo sie am nächsten Morgen, den 25. Juli 1942, in das Ghetto deportiert wurden. Von dort wurden sie beide im Transport Es am 19. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und vermutlich sofort ermordet.
Käthe Wolf war 36 Jahre alt.
Quellen
Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Barmen 64/1908 | http://statistik-des-holocaust.de/list_ger_rhl_420725.html und http://statistik-des-holocaust.de/TT420725-34.jpg | Yad Vashem: Gedenkblatt | Claudia Stein/ Monika Elm: Verlorene Heimat. Die Jüdische Gemeinde Holten 1504-1941, Oberhausen 2022, S. 246 |Arolsen Archives: Theresienstadt-Kartei ITS_11422001_5135936 | https://www.waz.de/staedte/duisburg/article309441/spuren-der-ermordeten.html