Margareta Wolfshohl, geb. Friedland
Margareta Friedland wurde am 9. Oktober 1907 als Tochter des „Kommis“ Moses Friedland und seiner Frau Dora, geb. van der Rhoer, in Elberfeld geboren. Die Familie wohnte in der Blumenstraße 13 auf der ersten Etage. Sechs Jahre zuvor war Margaretas Schwester Irma zur Welt gekommen. Damals lebte die Familie noch in der Neuen Gerstenstraße 12.
Margareta Friedland heiratete Alfred Wolfshohl, der nicht jüdisch war, und lebte mit ihm in Berlin. 1932 ließen sich die beiden scheiden.
Margareta Wolfshohl musste in ein möbliertes Zimmer in der Konstanzer Straße 51 bei Herrn oder Frau Frankenstein ziehen, der oder die auch jüdisch war.
Am 27. Oktober 1943 verlangte die NS-Behörde von ihr, eine Vermögenserklärung auszufüllen, in der ihr Besitz abgefragt wurde. Fast alle Felder musste Margareta Wolfshohl leer lassen, da sie nichts besaß. Ihre Zwangswohnung war bei einem Bombardement ausgebrannt.
Zwei Tage später, am 29. Oktober 1943 wurde sie mit dem „45. Osttransport“ in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Vermutlich wurde sie sehr bald dort getötet.
Margareta Wolfshohl war 36 Jahre alt.
Quellen
Arolsen Archives: AJDC Berlin-Kartei (DocID 11263746), Deportationsliste (DocID 127213159); https://zwangsraeume.berlin/de/houses; Brandenburgisches Landeshauptarchiv: Vermögenserklärung 1943 (36A II 40734) | Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 3867/1907