Margarethe Weinberg

  • Geburtsdatum: 29.08.1895
  • Geburtsort: Elberfeld (heute Wuppertal)
  • Wohnort:

    Wallstraße 19 (heute Wall), Adersstraße 32

  • Todesdatum: nach 15.12.1941
  • Todesort: Ghetto Riga

Margarethe Weinberg wurde am 29. August 1895 in Elberfeld geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Louis Leopold Weinberg aus Schwerte, der an der Wallstraße 19 (heute Wall) ein Textilgeschäft hatte, und Johanne Juli, geb. Landauer. Später wohnte die Familie in der Adersstraße 32 in der Nähe des Elberfelder Hauptbahnhofs.

Ob Margarethe Weinberg Geschwister hatte, ist nicht bekannt. Irgendwann scheint sie nach Hannover umgezogen zu sein. Sie änderte ihren Familiennamen nie – vermutlich hat sie nicht geheiratet.

Während der antijüdischen Ausschreitungen Anfang November 1938 wurde auch Margarete Weinbergs Vater verhaftet und für kurze Zeit im Polizeigefängnis Elberfeld festgehalten.

Es gelang ihm, 1939 nach Paris und später in die USA zu emigrieren, so dass er den Holocaust überlebte.

Seine Tochter Margarethe in Hannover indes wurde am 15. Dezember 1941 mit 100 weiteren Menschen aus Hannover in das Ghetto von Riga deportiert.

Die Historiker Alfred Gottwaldt und Diana Schulle schreiben dazu:

Über Hannover wurden insgesamt ungefähr 2400 Juden deportiert. Der erste Transport von Juden aus Hannover umfasste vor allem Einwohner der Stadt selbst und nur sehr wenige Menschen aus der Umgebung. Sie alle wurden am Morgen des 15. Dezember 1941 von der einstigen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem am Stadtrand Hannovers, die Anfang November 1941 zum Sammellager bestimmt worden war, per Lastwagen auf den Bahnhof Fischerhof im Stadtteil Hannover-Linden gebracht. Für den Transport war ein Personenzug bereitgestellt worden, dessen Ziel den Gestapo- und Reichsbahnbeamten bereits bekannt war, nicht jedoch den Betroffenen. Das Durchschnittsalter der Transportteilnehmer lag bei 45 Jahren; hierzu gehörten auch 47 Kinder bis zum zehnten Lebensjahr. 68 Personen aus dem Transport haben den Zweiten Weltkrieg überlebt.

Margarethe Weinberg gehörte nicht dazu.

Sie war 46 Jahre alt, als man sie deportierte.

Was mit ihrer Mutter geschah, ist nicht bekannt.

Quellen


Stadtarchiv Wuppertal: Akten für Wiedergutmachung 250226 | Gottwaldt, Alfred/ Schulle, Diana: Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945, Wiesbaden 2005, S. 130 | Stadtarchiv Wuppertal: Geburtsurkunde Elberfeld 3192/1895