Fanny Plass, geb. Riemer

  • Geburtsdatum: 30.08.1882
  • Geburtsort: Dukla/ Polen
  • Wohnort:

    Grifflenberg 3, Kipdorf 1/3

  • Todesdatum: 30.11.1941
  • Todesort: Ghetto Riga

Fuega Riemer wurde am 30. August im polnischen Dukla geboren. Über ihre Herkunft, Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Verheiratet war sie in Elberfeld mit Julius Plass, der seine Frau „Fanny“ nannte. Er war Eigentümer einer Zigarettenfabrik mit dem Firmennamen „Cremo“ am Grifflenberg 3.

Am 10. März 1906 brachte Fanny Plass ihren Sohn Louis Levy zur Welt, und ein Jahr später, am 22. November 1907, den Sohn Max.

Die Fabrik ihres Mannes konnte sich offensichtlich nicht lange halten, denn 1925 wird Julius Plass als Vertreter mit der Adresse Kipdorf 1/3 aufgeführt. Noch im selben Jahr zog die Familie nach Berlin.

Am 27. Oktober 1941 wurde Fanny Plass` Sohn Louis Levy mit seiner Ehefrau Franziska und seiner Tochter Tana von Berlin in das Ghetto von Łódź deportiert und am 6. Mai 1942 aus dem Ghetto zur Vernichtungsstätte Chełmno „ausgesiedelt“ und ermordet.

Sie selbst wurde einen Monat später, am 27. November 1941, von Berlin in das Ghetto von Riga deportiert und dort am 30. November 1941 ermordet. Sie war 59 Jahre alt.

Ihr Sohn Max wurde am 3. Februar 1943 gemeinsam mit seiner Frau Doris und der Tochter Ingrid von Berlin in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verbracht und dort ebenfalls getötet.

Was mit ihrem Mann Julius geschah, ist nicht bekannt.

Quellen


Arolsen Archives: Inhaftierungskarten (DocID 11251940, 11268956)